XJustiz
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Transportprofil

XJustiz trifft Aussagen über den Austausch von einzelnen verfahrensbezogenen Daten, wie z.B. die Adressen von Prozessbeteiligten oder Angaben über bevorstehende Verhandlungstermine, also über die zwischen den Verfahren zu übermittelnden Inhaltsdaten. Der Standard macht jedoch keine Aussagen über den sicheren Transport der zu übermittelnden Nachrichten, sondern überlässt dies einer sicheren Transportschicht. Für diesen Zweck wurde ebenfalls durch die OSCI-Leitstelle der Standard OSCI–Transport entwickelt.

OSCI-Transport ist als generische Infrastrukturkomponente entworfen, der Einsatz ist nicht auf das Justizwesen beschränkt. Deshalb ist OSCI–Transport hochgradig konfigurierbar. Um eine vollständige Interoperabilität zu gewährleisten und somit die vollautomatische und medienbruchfreie Datenübermittlung im Justizwesen zu ermöglichen, müssen sich alle beteiligten Stellen auf eine bestimmte Art der Nutzung von OSCI–Transport einigen. Zu diesem Zweck wurde das OSCI-Transportprofil für XJustiz entwickelt, welches im Anhang der zip XJustiz-Spezifikation veröffentlicht ist. Die in Abschnitt 2 des Dokumentes getroffenen "Grundlegende Festlegungen" sind verbindlich für jegliche, auf OSCI-Transport basierende Übermittlung von XJustiz-Daten. Darüber hinaus werden spezifische Vorgaben zu einzelnen Szenarien gemacht.

Unter anderem wird gefordert, dass automatisiert überprüft werden kann, ob das bei der Übermittlung genutzte Signaturzertifikat zum Zeitpunkt der Signaturerstellung gültig war. Es dürfen daher nur die Zertifikate solcher Zertifikatsherausgeber genutzt werden, bei denen eine solche automatisierte Überprüfung möglich ist. Die Liste der für die Übermittung der XJustiz-Daten gemäß des OSCI-Transportprofils zugelassenen Zertifikatsherausgeber wird durch die AG "IT Standards in der Justiz" herausgegeben und an dieser Stelle pdf veröffentlicht. (pdf, 193.2 KB).